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Betriebshaftpflicht für Freiberufler

Die Bedeutung der Betriebshaftpflicht für Freiberufler

Freiberufler müssen aufgrund ihrer Selbstständigkeit verschiedene Risiken versichern. Dies gilt vor allem für Schäden, die in Ausübung der beruflichen Tätigkeit entstehen und mit Haftungsrisiken verbunden sind, wodurch im Schadensfall hohe Kosten entstehen können. Um sich vor Haftungsrisiken ausreichend zu schützen, ist neben der privaten Haftpflichtversicherung auch eine Betriebshaftpflicht für eine optimale Absicherung empfehlenswert. Welche Leistungen in der Betriebshaftpflichtversicherung versichert sind und ob die Betriebshaftpflicht = Berufshaftpflicht? ist und wie sich beide Versicherungen voneinander unterscheiden, wird nachfolgend beantwortet.

Die Leistungen in der Betriebshaftpflichtversicherung

Die Betriebshaftpflichtversicherung deckt berufliche und betriebliche Risiken von Freiberuflern ab. Zu diesen Haftungsrisiken gehören Personenschäden, Vermögensschäden und Sachschäden. Die Leistungen der Versicherungen bestehen in der Übernahme Kosten, die dadurch entstehen, dass der Freiberufler einen Schaden bei dritten Personen verursacht hat. Zu den Haftungsrisiken einer Betriebshaftpflichtversicherung gehört auch die Abwehr von Forderungen dritter Personen, sofern diese begründete Ansprüche geltend machten.

Es gibt auch Schäden die nicht übernommen werden. Das sind zum Beispiel:

  1. Ansprüche, die auf den Ersatz eines Schadens gerichtet sind. Zu den Schäden die nicht übernommen werden, zählen auch
  2. Ansprüche, die die Erfüllung von vertraglichen Leistungen zum Inhalt haben. Ebenfalls zu den Schäden die nicht übernommen werden gehören auch
  3. Ansprüche, die Auskünfte zum Gegenstand haben. Gleiches gilt auch für solche
  4. Ansprüche, mit denen das Unterlassen von bestimmten Handlungen erreicht werden soll. Auch sie gehören zu den Schäden die nicht übernommen werden. Gleiches gilt für
  5. Ansprüche des Versicherten gegen mitversicherte Personen oder solche, die zwischen den Mitversicherten bestehen, auch das sind Schäden die nicht übernommen werden.

Allerdings können diese Leistungen mitversichert und in den Versicherungsschutz der Betriebshaftpflicht einbezogen werden. Dadurch erhöhen sich die Deckungssumme und damit auch die Kosten für die Versicherung.

 

Mit dem Freiberufler in der Betriebshaftpflicht mitversichert sind auch die Personen, die einen Betrieb oder eine Niederlassung leiten. Diesen Schutz genießen auch alle übrigen Mitarbeiter und Personen, die für den Freiberufler im Unternehmen arbeiten. Die Kosten für die Prüfung und den Rechtsschutz trägt die Haftpflichtversicherung und zwar unabhängig von der vereinbarten Deckungssumme. Der Versicherungsschutz ist allerdings abhängig von der Höhe der vereinbarten Deckungssumme. Die Deckungssumme für die Berufshaftpflicht fällt geringer aus, wenn Versicherungen die Leistungen auf die betriebliche Haftpflicht des Geschäftsherrn beschränkt, was regelmäßig der Fall ist, oder durch Erhöhen der Deckungssumme auch auf die Mitarbeiter ausweitet.

Die Haftpflichtbedingungen in der Betriebshaftpflichtversicherung

Meist sind die für Freiberufler allgemein geltenden Haftpflichtbedingungen in der Betriebshaftpflichtversicherung über weite Bereiche zugunsten besonderer Haftpflichtbedingungen des Versicherungsnehmers geändert und der jeweiligen Branche angepasst worden. Dies gilt zum Beispiel für im Ausland vorkommende Schäden oder auch für Sachschäden, die an Sachen entstanden sind, die sich im Gewahrsam des Versicherungsnehmers befinden. Dies gilt gleichermaßen für Schäden, die in Ausübung einer beruflichen Tätigkeit entstanden sind. Jeder Betrieb, jedes Gewerbe und Unternehmen und auch jeder Freiberufler haben einen individuellen Bedarf an Absicherung von Risiken, weshalb gerade bei der Betriebshaftpflichtversicherung eine professionelle Auskunft und Beratung mit dem Versicherer Sicherheit und Schutz bietet.

Betriebshaftpflicht = Berufshaftpflicht? – die Abgrenzung der einzelnen Haftpflichtversicherungen für Freiberufler

Bei der Frage Betriebshaftpflicht = Berufshaftpflicht? ist anzumerken, dass es sich bei einer Berufshaftpflichtversicherung um eine Versicherung handelt, die die beruflichen Haftungsrisiken versichert. Die Betriebshaftpflicht deckt auch Haftungsrisiken von Personen, die ein Handwerk oder Gewerbe betreiben sowie von industriellen Unternehmen und von Freiberuflern. Die Unterscheidung Betriebshaftpflicht = Berufshaftpflicht? ist wichtig, weil die Berufshaftpflichtversicherung eine Versicherung für bestimmte Berufe ist, bei denen aufgrund einer falschen Beratung ein hohes Risiko für Vermögensschäden besteht. Das gilt zum Beispiel für Freiberufler wie Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Architekten, Ingenieure, Ärzte, Tierärzte, Dolmetscher und Übersetzer. Deshalb ist für einige Freiberufler eine Berufshaftpflichtversicherung Pflicht, da eine falsche Beratung finanzielle Risiken beinhaltet und den Freiberufler zum Ersatz von Vermögensschäden verpflichtet.

Zusammengefasst ist die Betriebshaftpflichtversicherung für den Schutz eines Betriebes sinnvoll, die Personenschäden, Sachschäden und Vermögensschäden mitversichert und insoweit eine sinnvolle Ergänzung zur Berufshaftpflichtversicherung ist. Deshalb ist für Freiberufler eine Kombination aus drei verschiedenen Haftpflichtversicherungen – private Haftpflichtversicherung, Berufshaftpflichtversicherung und Betriebshaftpflichtversicherung – sinnvoll, um alle privaten und beruflichen Haftungsrisiken abzudecken.